• Linola
  • Was ist hautfreundlicher - Baden oder Duschen?

Was ist hautfreundlicher – Baden oder Duschen?

Ein wohltuendes Vollbad mit viel Schaum sorgt bei vielen für Entspannung, hingegen kann eine Dusche erfrischen und für einen Energieschub sorgen. Jedoch gibt es Unterschiede für die Haut: Grundsätzlich ist eine Dusche hautfreundlicher, dennoch sollten man auf einige Grundregeln achten:

  • Nicht zu heiß duschen. Die optimale Temperatur liegt zwischen 36 und 37 Grad.
  • Nicht zu lange unter der Dusche stehen: 7 – 10 Minuten sind ideal.
  • Täglich Duschen kann die Haut gut verkraften, sofern keine Dermatitis vorliegt. Jedoch sollte nicht mehrmals am Tag geduscht werden.

Man muss jedoch nicht gänzlich aufs Baden verzichten. Jedoch sollten Kunden auf den Hauttyp achten. Ist die Haut ohnehin trocken oder neigt sie zu Irritationen, sollten sie besser selten als häufig in der Wanne steigen. Ein Vollbad sollte nicht häufiger als einmal die Woche genommen werden und auch nur maximal 20 Minuten dauern. Zudem sollten die Kunden auf die richtige Temperatur achten und sich nach dem Bad kurz abduschen, um Seifenreste zu entfernen

Warum lieber Duschen?

Es klingt paradox, aber Wasser kann die Haut austrocknen. Das geschieht, wenn die Haut dem Wasser zu lange ausgesetzt ist. Die Oberfläche weicht auf und die Hautbarriere wird durchlässig dadurch werden hauteigene Schutzstoffe, wie Lipide herausgelöst. Daher ist es empfehlenswert Dusch- und Badezusätze zu verwenden, die rückfettende Substanzen enthalten und einen neutralen oder leicht sauren pH-Wert haben.

Abgesehen von den Effekten auf die Haut können Bad und Dusche auch weitere Vorteile haben:

Pro Baden:

  • Entspannend
  • Angenehm für die Muskeln bei Verspannungen oder nach körperlicher Anstrengung
  • Die Wärme fördert die Durchblutung
  • Hilft einzuschlafen

Pro Duschen:

  • Kalt duschen oder Wechselduschen bringen den Kreislauf in Schwung
  • Weniger Wasserverbrauch
  • Hautschonender
  • Schmutz wird einfach abgespült

Und was gilt für Neurodermitiker?

Man möchte meinen ein Bad sei für die ohnehin trockene Haut von Neurodermitikern eher schädlich. Jedoch gehören medizinische Ölbäder zur Standardtherapie bei Neurodermitis – besonders, wenn größere Körperareale betroffen sind. Diese speziellen Formulierungen enthalten rückfettende Substanzen, was das Austrocknen verhindert.

Beim Duschen gilt: so kalt und so kurz wie möglich. Zudem sollten Betroffene auf die Wahl des Duschzusatzes achten. Raten Sie Ihren Kunden zu Produkten ohne Farb- und Konservierungsstoffe und empfehlen Sie Zusätze mit einem neutralen pH-Wert.

Fun Fact: Darum werden die Finger beim Baden schrumpelig?

Das Schrumpeln hängt nicht etwas damit zusammen, dass die Hornschicht aufweicht. Stattdessen zeigen Studien, dass das Phänomen an unserem Nervensystem liegen könnte: Es konnte festgestellt werden, dass die Finger nicht schrumpelig werden, wenn Nerven beschädigt sind. Vermutlich sorgt unser sympathisches Nervensystem dafür, dass sich kleinste Blutgefäße bei längerem Kontakt mit Wasser verengen und dabei die Haut leicht nach innen gezogen wird und kleine Rinnen entstehen. Experten gehen davon aus, dass dieser Prozess einem besseren Grip bei nassen Händen dient.

Unsere Empfehlung: