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Trockene Haut & Neurodermitis im Winter: Gut beraten am HV-Tisch

Pflege von Winterhaut und Basistherapie bei trockener Haut oder Neurodermitis: Kurz und praxisnah für den Apothekenalltag

Der Winter stellt nicht nur Ihre Kund:innen, sondern auch Sie im Apothekenalltag vor besondere Herausforderungen: Kaum sinken die Temperaturen, häufen sich die Fragen zu trockener, gespannter Haut, rissigen Händen und wieder aufflammender Neurodermitis.

Die Haut ist im Winter – grade an den exponierten Bereichen wie im Gesicht oder an den Händen – besonders gefordert. Aber auch die typischen Stellen mit trockener Haut, wie z.B. die Unterschenkel, brauchen im Winter intensive Pflege.

Auch Neurodermitis-Patient:innen und Eltern betroffener Kinder sind dankbar, wenn sie neben der ärztlich verordneten Therapie konkrete, alltagstaugliche Tipps zur richtigen Basistherapie bekommen. Denn konsequente Basistherapie kann Juckreiz, Schübe und den Bedarf an Akutmedikation deutlich reduzieren und die Betroffenen im Alltag entlasten.

Der folgende Beitrag soll Sie dabei unterstützen, typische Winterprobleme gezielt anzusprechen, geeignete Produkte sicher auszuwählen und die wichtigsten Empfehlungen in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen – praxisnah, kurz und direkt einsetzbar im Beratungsgespräch.

Wenn die Temperaturen sinken, steigt der Beratungsbedarf: trockene, gespannte Haut, rissige Hände, aufflammende Neurodermitis. In unserem Handout finden Sie kompakte Hilfen, um diese Probleme gezielt anzusprechen und geeignete Produkte sicher auszuwählen.

Zu welchen Gesprächsanlässen kann das Thema (Basis-)Pflege angesprochen werden?

Nutzen Sie Alltagssituationen, um das Thema Basistherapie bei trockener Winterhaut und Neurodermitis gezielt anzusprechen:
 

  • Bei wiederholten Rezepten für topische Steroide/Calcineurin-Inhibitoren  

    • Ist bereits eine Basistherapie vorhanden? Falls nicht, geeignetes Emolliens empfehlen. 

  • Beim Kauf stark schäumender Duschgele im Winter 

    • Auf milde Waschöle und die Wichtigkeit anschließender Pflege hinweisen. 

  • Bei akuten Problemen wie z.B. Juckreiz  

    • Neben der Beratung zur Akuttherapie, Vorteile der Basistherapie aufführen und darüber aufklären, dass so vielen akuten Problemen (z.B. Juckreiz) zuvorgekommen werden kann. 

Wie können Kund:innen motiviert werden eine Basistherapie konsequent in den Alltag zu integrieren?

Viele Kund:innen sind unsicher, ob konsequentes Eincremen wirklich nötig ist – oder haben andere Bedenken. Es ist wichtig den Nutzen zu erklären und mit Vorurteilen aufzuräumen. Widerlegen Sie weit verbreitete Mythen, indem Sie Fakten liefern.

 

Mythos 1: „Wenn ich immer creme, verlernt meine Haut, sich selbst zu fetten.“
Fakt: Durch Eincremen nimmt man der Haut nicht die Fähigkeit, sich selbst zu fetten. Ganz im Gegenteil! Durch Eincremen wird die Hautbarriere gestärkt und man kommt dem Juckreiz zuvor. Hier hat das Linola-Sortiment verschiedene Lösungen zu bieten.

Mythos 2: „Bei Neurodermitis geht es nicht ohne viel Cortison.“
Fakt: Eine konsequente Basistherapie kann helfen, Schübe zu reduzieren und den Bedarf an topischen Steroiden (Cortison) zu reduzieren. 

Was sind die Pflege-Basics bei trockener Haut & Neurodermitis?

  • Feucht auf rot: Akut entzündete, stark gerötete, nässende Haut braucht wasserreiche Formulierungen (z.B. Linola Duo). Fettreiche Produkte können den Zustand verschlimmern.
  • Fett auf trocken: Trockene Haut wird durch fettreiche Formulierungen (vor allem im Winter) besonders gut versorgt. Neben klassischen Paraffinen kommen verstärkt auch Lipide pflanzlichen Ursprungs zum Einsatz (z.B. Linola Fett & Linola Fett Nachtkerzenöl). Ideal sind Lipide, die auch in der Haut vorkommen, wie Ceramide oder Linolsäure.
  • Feuchtigkeitsbindende Substanzen wie Glycerin oder Urea helfen ebenfalls, Feuchtigkeit in der Haut zu halten (z.B. Linola Urea).
  • “Emollientien Plus” beschreibt “topische Zubereitungen mit Vehikelsubstanzen plus Wirkstoffzusätze, die nicht als Arzneistoffe zu werten sind.”¹. Häufig handelt es sich um natürliche Inhaltsstoffe mit entzündungshemmenden und/oder juckreizlindernden Eigenschaften (z.B. Linola Forte Hautmilch & Linola PLUS Hautmilch).
  • Viel hilft viel: Idealerweise 2x täglich oder nach auch Bedarf öfter eincremen.
  • Reinigungsprodukte dürfen nicht stark entfetten.
  • Nicht zu heiß duschen/baden.
  • Nicht zu lange duschen/baden, 5 - 10 Minuten reichen aus.
  • pH-hautneutrale Waschprodukte mit milden Reinigungssubstanzen (z.B. Linola Dusch & Wasch).
  • Dusch- und Badeöle machen die Haut geschmeidig und können helfen Spannungsgefühle zu lindern.
  • Beim Abtrocknen nicht stark rubbeln sondern leicht abtupfen.
  • Im Anschluss an das Duschen/Baden eincremen.

Welche Tipps helfen, die Basistherapie im Alltag konsequent beizubehalten?

✓ Basistherapie ist ein Marathon, kein Sprint. Deshalb muss die Häufigkeit des Eincremens für die Betroffen machbar sein uns zum individuellen Lebensstil passen. 
Beispiel: Wenn es morgens schnell gehen muss, ist es besser eine nur leicht fettende, schnell einziehende Creme zu verwenden, als gar nicht zu cremen. Abends ist häufig mehr Zeit für eine stark fettende Creme.

✓ Das Eincremen zum Ritual machen - ähnlich wie das Zähneputzen - und fest in den Alltag einbauen.

✓ Das Eincremen mit etwas Schönem verbinden. 
Beispiel: Bei Babys kann eine ausgedehnte Babymassage entspannen und die Creme kann in Ruhe einziehen.

✓ Professionelle Hilfe suchen
Beispiel: In speziellen Neurodermitis-Schulungszentren gibt es zusätzliche Informationen zur Basistherapie. Arztpraxen oder Krankenkassen können dabei unterstützen, ein Zentrum zu finden.

 

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​​Quellen:

1 S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027) (2023) verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027
2 https://www.gesundheitsinformation.de/hautpflege-bei-neurodermitis.html, aufgerufen 03.02.2026
3 Webinar „Trockene Haut & Neurodermitis“ vom 26.11.2025; Aufzeichnung verfügbar unter: https://webinar.apotheke-adhoc.de/webinar/trockene-haut-neurodermitis/

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Stand: 08.02.2026


Pflichttexte:

 

Linola® Duo

Zusammensetzung: 100 g Creme enthalten als Wirkstoffe 0,30 g Levomenol und 20.000 I.E. Heparin Natrium (aus Schweinedarmmukosa). Sonstige Bestandteile: Mandelöl, mittelkettige Triglyceride, Tetradecan-1-ol, Citronensäure, Polypeptide aus Kollagen, all-rac-alpha-Tocopherolacetat, Dexpanthenol, gereinigtes Wasser, Gemisch aus Tetradecan-1-ol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Macrogolmyristylether (4 EO-Einheiten), Macrogolcetylstearylether (15 EO-Einheiten) und Macrogolcetylstearylether (25 EO-Einheiten); Konservierungsmittel: Sorbinsäure, Salicylsäure. Anwendungsgebiet: Zur Behandlung von entzündlichen, nicht-infektiösen, stark juckenden und allergischen Hauterkrankungen z. B. akuten und chronischen Ekzemen, atopischer Dermatitis (Neurodermitis). Linola Duo wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 3 Jahren. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile; Blutungsneigung und Thrombozytopenien; nicht bei offenen Verletzungen oder auf Schleimhäuten anwenden. Nebenwirkungen: Sehr selten: allergische bzw. pseudoallergische Reaktionen (Vasculitis allergica). Warnhinweise: Anwendung von zusätzlichen Heparin-Präparaten nur nach Rücksprache mit dem Arzt; bei Auftreten einer allergischen Reaktion ist die Anwendung sofort abzubrechen; Sorbinsäure, Cetyl- und Stearylalkohol können örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen. Stand 05/2025 Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, Sudbrackstr. 56, 33611 Bielefeld

Linola® Fett N Ölbad

Zusammensetzung: 100 g flüssiger Badezusatz enthalten als Wirkstoffe 48 g dickflüssiges Paraffin, 44 g (Hexadecyl/octadecyl)-(2-ethylhexanoat) - Isopropylmyristat, 6 g α-Dodecyl-ω-hydroxypoly(oxyethylen)-2, 1 g α-(Dodecyl, tetradecyl)-ω-hydroxypoly(oxyethylen)-4,5-poly(oxypropylen)-5. Sonstige Bestandteile: Duftstoff Savanne (enthält Citral, Eugenol, D-Limonen und Linalool). Anwendungsgebiete: unterstützenden Behandlung trockener oder schuppender Dermatosen, wie z. B. Psoriasis und Neurodermitis (endogenes Ekzem). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile; enthält Citral, Eugenol, D-Limonen, Linolool; fieberhafte Erkrankungen, Tuberkulose, schwere Herz- und Kreislaufstörungen, Bluthochdruck; Nebenwirkungen: Häufig: Erythem, Brennen, Juckreiz. Gelegentlich: Kontaktekzem, Kontaktdermatitis, Urtikaria, Vesikelbildung. Selten: Allergische Reaktionen, Follikulitis. Warnhinweise: sollte nicht in die Augen gelangen; erhöhte Rutschgefahr durch den Ölfilm auf der Haut und auf der Oberfläche von Bade- und Duschwannen; bei gleichzeitiger Anwendung von Latexprodukten (z. B. Kondome, Diaphragmen) kann es wegen des enthaltenen Paraffins zur Verminderung der Funktionsfähigkeit und Beeinträchtigung der Sicherheit dieser Produkte kommen; Citral, Eugenol, D-Limonen und Linalool können allergische Reaktionen hervorrufen; die zusätzliche Anwendung von Seifen und Syndets hebt die Wirkung von Linola Fett N Ölbad auf. Stand: 05/2025, Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, Sudbrackstr. 56, 33611 Bielefeld

Linola® Fett

Wirkstoff: ungesättigte Fettsäuren (C18:2). Zusammensetzung: 100 g Creme enthalten als Wirkstoff 0,815 g ungesättigte Fettsäuren (C18:2–Fettsäuren). Sonstige Bestandteile: Aluminiumstearat, Betacaroten, Butylhydroxytoluol, Cetylstearylalkohol, Decyloleat, raffiniertes und hydriertes Erdnussöl, Hartfett, Hartparaffin, aliphatische Kohlenwasserstoffe (C40-C60), Magnesiumstearat, dickflüssiges Paraffin, Sorbitanstearat, Sonnenblumenöl, weißes Vaselin, gebleichtes Wachs, gereinigtes Wasser, Wollwachs, Wollwachsalkohole. Anwendungsgebiet: Zur unterstützenden Anwendung bei leichten bis mittelschweren Formen des atopischen Ekzems (Neurodermitis) im subakuten bis chronischen Stadium. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Erdnuss, Soja oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Häufig: örtlich begrenzte Hautreizungen, Erythem, Brennen, Juckreiz. Selten: schwere allergische Reaktionen durch Erdnussöl. Nicht bekannt: leichte Hautschwellungen. Warnhinweise: Cetylstearylalkohol Wollwachs und Wollwachsalkohole können örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen; Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen; bei Anwendung mit Latexprodukten im Genital- oder Analbereich kann es zur Verminderung der Funktionsfähigkeit der Latexprodukte kommen. Stand 05/2025. Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, Sudbrackstr. 56, 33611 Bielefeld

Linola® Urea

Wirkstoff: Harnstoff. Zusammensetzung: 100 g Creme enthalten als Wirkstoff 12 g Harnstoff. Sonstige Bestandteile: Cetylalkohol, Dimeticon (350), Glycerolmonostearat, (S)-Milchsäure, Natrium-(S)-lactat-Lösung, Phenoxyethanol, Macrogol-20-glycerolmonostearat, Propylenglycol, mittelkettige Triglyceride, weißes Vaselin, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Behandlung trockener Haut, z. B. bei Neurodermitis oder Altershaut, Behandlung von Ichthyosen (Fischschuppenkrankheit). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; exkoriierte, akute Hautentzündungen. Nebenwirkungen: Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Reaktionen; Nicht bekannt: Reizung der Haut durch Harnstoff bei Behandlung akut entzündlicher Hautzustände. Warnhinweise: Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Niereninsuffizienzdürfen keine großen Hautflächen behandeln; nicht mit den Augen und Schleimhäuten in Berührung bringen; bei Anwendung mit Latexprodukten im Genital- oder Analbereich kann es zur Verminderung der Funktionsfähigkeit der Latexprodukte kommen; Cetylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen; Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen. Stand 05/2025 Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, Sudbrackstr. 56, 33611 Bielefeld

Linola® Fett Nachtkerzenöl 20 g/ 100 g Creme, für Säuglinge, Kinder und Erwachsene

Wirkstoff: Nachtkerzensamenöl. Zusammensetzung: 100 g Creme enthalten als Wirkstoff 20 g Nachtkerzensamenöl. Sonstige Bestandteile: Aluminium-Magnesium-Silicat (Al2MgSi5O14), synthetisches Bienenwachs, Citronensäure-Monohydrat, Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Glycerolmonostearat, Isopropylmyristat, Kaliumsorbat, Macrogolstearat 2000 (Typ I), Macrogolstearylether (10), Ethyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-4-hydroxybenzoat, Propylenglycol, Phenoxyethanol, Sorbitanlaurat, (α, β, γ, δ)-Tocopherol, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung trockener Haut im akuten und chronischen Stadium zur Wiederherstellung der Hydratation und zur Beseitigung von Hautrauigkeit. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Nachtkerzensamenöl, Kaliumsorbat, Propylenglycol, Ethyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-4-hydroxabenzoat oder einen der sonstigen Bestandteile; Anwendung in Augennähe oder auf verletzter Haut. Nebenwirkungen:Selten: Hautirritationen, Sehr selten: Urticaria, Kontaktdermatitis; Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen. Warnhinweise: besondere Vorsicht bei Babys unter 4 Wochen mit offenen Wunden oder großflächigen Hautverletzungen; Solarienbesuche vermeiden; besondere Vorsicht bei Patienten mit Epilepsie; bei Anwendung mit Latexprodukten im Genital- oder Analbereich kann es zur Verminderung der Funktionsfähigkeit der Latexprodukte kommen; Kaliumsorbat kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen; Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen; Ethyl-4-hydroxybenzoat und Methyl-4-hydroxabenzoat können allergische Reaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen. Stand 05/2025 Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, Sudbrackstr. 56, 33611 Bielefeld